Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Teil unseres Alltags – doch sie ist nicht neutral. Sie kann gesellschaftliche Stereotype und Ungleichheiten übernehmen oder sogar verstärken. Der Vortrag zeigt, wie Bias auf unterschiedlichen Ebenen entsteht: durch gesellschaftliche Vorstellungen und kognitive Verzerrungen, durch die Auswahl und Aufbereitung von Daten, durch Entwicklungs- und Evaluationsentscheidungen sowie durch die Anwendung von KI. Beispiele aus Gesichtserkennung, Bildsuche und Musikempfehlungen zeigen, wie Ungleichheiten entstehen und sich durch Feedback Loops weiter verstärken können. Dabei geht es nicht nur darum, wer KI entwickelt. Entscheidend ist auch, wer in Daten sichtbar wird, wer als Expert:in wahrgenommen wird und wer KI nutzen und mitgestalten kann. Der Vortrag lädt dazu ein, KI als gestaltbare Technologie zu verstehen, die wir kritisch hinterfragen und deren Entwicklung und Anwendung wir mitprägen können.